Forecast für Mittwoch, den 03.01.2018

Herausgegeben am: 02.01.2018 21:30 MEZ

Gültig von 03.01.2018 00:00 MEZ bis 04.01.2018 00:00 MEZ

Forecaster: Philipp Joppe

 

Quelle: https://www.dwd.de/DE/leistungen/hobbymet_wk_europa/hobbyeuropakarten.html

In der kommenden Nacht wird es teilweise sehr turbulent in Deutschland. Grund dafür ist das Wellentief „Burglind“ westlich von Irland. Dieses verstärkt sich in den kommenden Stunden deutlich. In der zweiten Nachthälfte wird der Wind im Westen und Süden Deutschlands erheblich zunehmen. Dabei sind dann verbreitet Sturm- bis Orkanböen möglich. In exponierten Gipfellagen kann es auch zu schweren Orkanböen von mehr als 140km/h kommen. Schwerpunkt der stärksten Böen liegt dabei im Schwarzwald, im Pfälzer Wald und der Nordseeküste. Ab den Mittagsstunden beruhigt sich der Wind wieder.

In der unten gezeigten Karte sind die vom COSMO-DE Modell berechneten Spitzenböen für morgen Vormittag dargestellt. Deutlich zu erkennen ist das Tief mit seinem Zentrum über der Deutschen Bucht mit seinem Sturmfeld über der See und den Mittelgebirgen.

Quelle: http://www1.wetter3.de/cosmo025.html

 

Das ICON- EU Modell berechnet sogar noch stärkere Böen und auch niedrigeren Gegenden mit Böen um 150km/h.

Quelle: http://www1.wetter3.de/icon025.html

Bei den Sturmböen kommt dazu, dass bereits in niedrigen Höhen der Wind besonders Stark mit knapp 120km/h im Mittel weht. In Verbindung mit möglichen Schauern und Gewittern kann es sein, dass der Wind sich nach unten durch drückt, wodurch es zu noch stärkeren Böen kommen kann. Bei den nassen Böden und schweren Sturmböen kann es neben Astbruch und entwurzelten Bäumen kommen.

Zusätzlich zu dem starken Wind kommen enorme Niederschlagsmengen. Insgesamt werden in den 6- stündigen Niederschlagssummen von morgen 06:00 MEZ bis morgen Mittag 12:00 MEZ lokal bis zu 40l/m² erwartet. Durch den noch vorhandenen Schnee in den Mittelgebirgen kommt es zu hohen Abflussmengen durch Regen und geschmolzenen Schnee. Dies führt zu steigenden Pegelständen und lässt auch die Hochwassergefahr steigen. Dabei sind besonders der Rhein, die Donau und Neckar gefährdet. Aber auch in Hessen und an der Mosel kann es durch den Regen zu steigenden Pegelständen kommen. An der Nordseeküste und auf den Insel kann es zu einer Sturmflut kommen, sodass auch dort Hochwassergefahr besteht. Schwerpunkt beim Niederschlag liegt besonders in den Staulagen der Mittelgebirge. Im Bayrischen Wald und den Alpen fällt ab ca. 1000m nochmal Schnee, wodurch es in Verbindung mit den Sturmböen zu Schneeverwehungen kommen kann.

Quelle: http://www1.wetter3.de/cosmo025.html

 

Wer kann sollte den Aufenthalt im Freien am morgigen Vormittag vermeiden. Im morgendlichen Berufsverkehr kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen durch entwurzelte Bäume und herumfliegende Gegenstände kommen.

Entsprechende Vorabinformationen und aktuelle Unwetterwarnungen gibt es in der WarnWetter- App, sowie unter: https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_gemeinden/warnWetter_node.html