Convective Outlook für Mittwoch, den 30.08.2017

 

Gültig von: 30.08.2017 06:00 MESZ bis 31.08.2017 06:00 MESZ

Herausgegeben am: 29.08.2017 22:00 MESZ

Forecaster: Philipp Joppe

 

Warnsituation:

Warnstufe 1 wurde herausgegeben durch das Auftreten von Vereinzelten Gewittern mit Starkregen und Mengen bis zu 30 l/m² innerhalb kurzer Zeit, lokal schweren Sturmböen und Hagel mit Korngrößen von über 3cm kommen kann.

 

Warnstufe 0 wurde ausgegeben auf Grund von Gewittern mit Sturmböen bis 90km/h und kleinkörnigen Hagel.

 

Synoptische Übersicht:

Der über Mitteleuropa befindliche Höhenrücken wandert am Mittwoch langsam ostwärts. Dabei nähert sich der folgende Trog und im Zuge dessen zieht ein kräftiges Gebiet mit Warmluftadvektion über den Norden Deutschlands. Als Folge dessen kommt es zu einer Luftmassengrenze, auf der sich ein Bodentief von Belgien in Richtung Nordostdeutschland bewegt. Im Norden werden die Regenfälle vereinzelt mit Gewittern durch die Front aufgelöst. Südlich den Bodentiefs wird nach aktuellen Stand der Dinge eine Konvergenzlinie für die Hebungsprozesse sorgen und lässt dabei die Feuchtewerte deutlich ansteigen. Diese Konvergenz bewegt sich in der Nacht zu Donnerstag ostwärts und bringt auf dem Weg vereinzelt Unwetter mit sich.

 

 

Diskussion:

Durch die für morgen erwarteten hohen Temperaturen steigen auch die CAPE- Werte auf 500-1300J/kg an. Dazu kommt die hohe feuchte der Luft, die sich in den PPW- Werten (niederschlagbares Wasser) von 35 bis lokal 45mm spiegelt. Durch diese Werte kann es bereits tagsüber zu Starkregen mit großen Niederschlagssummen geben. Der erwähnte Feuchteanstieg durch die Konvergenz lässt diese ohnehin schon hohen PPW- Werte nochmals ansteigen bis örtlich auf 55mm. Die Scherung in den unteren Höhen steigt örtlich an auf 15m/s und mehr, sodass die Entwicklung von unwetterartigen Ereignissen nicht ausgeschlossen ist. In Kombination mit den CAPE- Werten kann es örtlich auch zu größeren Hagel kommen mit Korngrößen von 1-3cm.

 

Modellvarianz:

Die Modelle sind sich in den aktuellen Berechnungen durchaus einig, dass es zu Starkregenereignissen auch in Verbindung mit Gewittern kommen kann. Allerdings sind die genauen Gebiete nicht genau bekannt. Das CosmoLEPS nimmt den Süden beispielsweise aus der Unwettergefahr fast raus. Das CosmoDE-EPS berechnet bereits allerdings auch für den Westen Bayerns eine Starkregengefahr.

Es gilt, dass es bei Weitem nicht jeden treffen wird, sondern die Gewitter mit Starkregen örtlich sehr begrenzt auftreten können. Die aktuellen Warnungen gibt es in der WarnWetter App des DWD.