Klimafakten als Grundlage für politische Entscheidungen

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Der Meeresspiegelanstieg wird Folgen für Küstenmetropolen in G20-Staaten haben. Er bringt erhebliche Risiken für Wohn- und Lebensraum von hunderten Millionen von Menschen. Bauten und Infrastrukturen im Wert von Billionen US-Dollar sind unmittelbar durch den Anstieg des Meeresspiegels bedroht. Die heutigen Emissionen lassen langfristig weite Küstenstreifen unter dem Meeresspiegel liegen. Die Dringlichkeit erfordert ernsthaften Umgang mit Fakten. Schon jetzt sind irreversible Änderungen von Klimaprozessen in allen Regionen der Welt sichtbar. Es sind gemeinsame Maßnahmen aller Staaten auf globaler Ebene zum Schutz des Klimas unumgänglich. Hierzu zählen auch die Städte. Sie tragen eine große Verantwortung. Bereits bestehende Risse im gemeinsamen Haus Erde müssen jetzt gekittet werden. Um die Entscheidungsgrundlage stetig zu verbessern und den Erkenntnisprozess nicht abreißen zu lassen, brauchen wir eine unabhängige Wissenschaft. Vor diesem Hintergrund stellen wir die wesentlichen Fakten zum Klimawandel zur Verfügung:

1. Die Luft an der Erdoberfläche hat sich bereits deutlich erwärmt: Drei Rekordjahre in Folge wurden noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnung registriert.
2. Seit mehreren Jahrzehnten zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend: Seit den 1960er Jahren war jede Dekade wärmer als die vorherige.
3. Die Häufung von Temperaturrekorden in den vergangenen Jahren ist höchst ungewöhnlich. 

4. Die Ozeane haben sich deutlich erwärmt: Die Ozeane sind in 35 Jahren um 0,5°C wärmer geworden.
5. Der größte Teil der globalen Erwärmung (93 Prozent) wird in den Meeren gespeichert.
6. Der Meeresspiegel steigt: Die Anstiegsrate beträgt aktuell 3,4 mm pro Jahr (± 0,4mm).

7. Der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre nimmt stetig zu: Höchste CO2-Konzentration seit mindestens 800.000 Jahren.
8. Die Ozeane versauern: Säuregehalt der Meeresoberfläche in 150 Jahren um rund 30 Prozent gestiegen.

9. Grönland verliert massiv Eis: Verlust beträgt 250 bis 300 Milliarden Tonnen pro Jahr.
10. Gletscher und Schnee schwinden: 80 Prozent der beobachteten Gebirgsgletscher verlieren Eismasse.
11. Das Meereis rund um den Nordpol wird stetig weniger: Rekordminus im Winter 2016/17.

12. Auch in Deutschland ist der Klimawandel unübersehbar: Erwärmung seit 1881 beträgt 1,4 °C
13. Markante Zunahme von Hitzeereignissen (DE): Häufigere und intensivere Hitzewellen.
14. Das Risiko von Hochwassern nimmt zu. (DE): Kritischen Wetterlage tritt deutlich häufiger auf.

15. Schwere Gewitter richten größere Schäden an: Anzahl von schadenrelevanten Naturereignissen hat sich global verdreifacht, gewitterbedingte Schäden sind bereits gestiegen.
16. Der Meeresspiegel an den deutschen Küsten steigt: Nord- und Ostsee in 100 Jahren um 10 bis 20 Zentimeter gestiegen.
17. Pflanzen und Tiere reagieren auf die allgemeine Erwärmung (DE) 
18. Land- und Forstwirtschaft spüren bereits deutlich Folgen des Klimawandels (DE)

Details entnehmen Sie bitte der ausführlichen Presseerklärung: