Sturmtief Egon, was erwartet uns?


 

Rausgegeben : Donnerstag, 12.01.2016 gültig bis 13.01.2017 23.59h
Forecaster Philipp Joppe

In der Nacht auf morgen Freitag, 13.01.2017 und in den Vormittagsstunden überquert ein Schnellläufer, ein schnell ziehendes Randtief, Deutschland auf seinem Weg vom Ärmelkanal zur Ostsee. Solche Tiefdruckgebiete werden Schnellläufer genannt und sind keine Seltenheit. Sie bringen oft turbulentes Wetter, so wie auch in den nächsten 24 Stunden. Bis jetzt sind sich die Modelle noch nicht ganz einig, wie dieses Tief namens Egon ziehen soll. Eine graphische Veranschaulichung findet ihr ebenfalls in unserer Forecast- Karte in diesem Beitrag. Im Folgenden gucken wir uns die Prognosen von den Berechnungen von heute Mittag 12:00 UTC (13:00 Uhr MEZ).

Gegen ca. 01:00 Uhr heute Nacht wird Egon Deutschland im Westen erreichen. Wo genau steht noch nicht ganz fest, aber die Modelle geben einen Sektor zwischen dem Hunsrück und Düsseldorf vor.

http://www1.wetter3.de/animation.html

Das Bild zeigt die Situation heute Nacht um 01:00 Uhr MEZ. Tief Egon liegt mit seinem Kern über dem Niederrhein, berechnet vom amerikanischen GFS- Modell. Im Laufe des Tages verlagert sich das Tief in Richtung Osten, bis es nachmittags gegen 14:00 Uhr die Grenze zu Polen erreicht (siehe nächste Abbildung).

http://www1.wetter3.de/animation.html

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Vorinformation „Wintersturm Egon“

 

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Forecaster: Philipp Joppe und Marcel Herber

Bei der aktuellen Wetterlage steht Mitteleuropa unter dem Einfluss von mehreren Tiefdruckgebieten über der Nordsee und über Skandinavien. Diese lenken feuchte und mildere Meeresluft nach West- und Mitteleuropa. Die Folge davon sind Regen- bzw. in Berglagen Schneefälle.

Für die kalte Luft ist ein Tiefdruckgebiet über dem Schwarzen Meer verantwortlich, welche dort fast stabil steht und Schneefälle bringt.

Am morgigen Donnerstag nimmt das Wetter dann an Brisanz zu. Das Tiefdrucksystem „Dieter“ schickt ein Randtief auf den Weg von Irland quer über Mitteleuropa und Deutschland hinweg zum Baltikum. Dieses Tief zieht u.a. durch die Lage des Jetstreams (Starkwindband in der oberen Troposphäre) ziemlich schnell innerhalb von 24 Stunden vom Ärmelkanal zur Ostsee und wird deswegen auch als Schnellläufer bezeichnet.

Die Zugbahn ist noch relativ unsicher. Die Modelle geben einen ca. 500km breiten Sektor vor, in dem das Tief aller Voraussicht nach ziehen wird.

Bei dem Durchzug kommt es südlich vom Kern des Tiefs zu starken bis orkanartigen Sturmböen. Im Kern des Tiefdruckgebiets kommt es zu den stärksten Niederschlägen. Die ganze Wetterlage beginnt morgen im Laufe des Tages, wenn sich das Tief von Westen her nähert und erreicht in der Nacht auf den Freitag seinen Höhepunkt, wenn es über Deutschland hinweg zieht. Nördlich bzw. nordwestlich vom Tiefdruckkern wird der Niederschlag in den Abendstunden in Schnee übergehen. Bei den Niederschlägen ist vereinzelt mit 10-20cm Neuschnee zu rechnen. In Staulagen sind auch größere Mengen Neuschnee möglich. In Kombination mit dem Sturm kann es zu teilweise heftigen Schneeverwehungen kommen. Das Hauptgefährdungsgebiet erstreckt sich von Emmerich bis Karlsruhe und zieht sich dann wie ein Balken in Richtung Nordosten bis nördlich von Berlin und runter bis ins Erzgebirge.

 

Wetterinformationen per Telegram? Kein Problem einfach diesem Link folgen… http://t.me/uwn4u_bot

Wetterwarnungen per Messenger

Messenger sind für die meisten im Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob ein Treffen nach der Schule oder Arbeit zu planen oder nette Kleinigkeiten den Liebsten zu senden. Viele Einsatzzwecke erfüllen sie heute bereits. Wir vom UnWetterNetzwerk haben uns daher gedacht: Warum nicht eine der am meisten genutzten Apps auf einem Smartphone für Wetterwarnungen nutzen?

Wir dürfen euch Heute unseren Telegram-Bot vorstellen.

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DWD-Presse: Schadensrückblick des DWD für die letzten 12 Monate

Gefährliche Wetterereignisse und Wetterschäden in Deutschland 2016

Offenbach, 8. Dezember 2016 – Auch im vergangenen Jahr traten deutschlandweit viele extreme Wetterlagen auf, die durch Ihre Auswirkungen, vor allem Sturm, Starkniederschläge, Blitzschlag, Nebel, Glätte, Hagel und Tornados, direkt oder indirekt zahlreiche Menschenleben forderten. Unwetter sorgen regelmäßig in Deutschland für empfindliche Störungen der Infrastruktur. Gelegentlich sind diese von katastrophalem Ausmaß, immer jedoch begleitet von beträchtlichen volkswirtschaftlichen Schäden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den Wetterverlauf des Jahres der letzten 12 Monate Tag für Tag und rund um die Uhr überwacht, etwa 30.000 Mal frühzeitig über Internet, DWD-WarnWetter-App und über die Medien vor gefährlichen Wettersituationen gewarnt.

Auch für 2016 hat der DWD wieder eigene Beobachtungen, Zumeldungen der Nutzer von DWD-Warnungen sowie Medienberichte über Schäden durch extreme Wettersituationen in Deutschland, insbesondere durch Hagel und Tornados, gesammelt und nach bestem Wissen und Gewissen ausgewertet. Die Berichte beschreiben lokale Katastrophen ebenso wie ungewöhnliche, skurrile Situationen. Insgesamt erheben sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder letzte Detailtreue. Trotzdem zeigen sie, nach Monaten getrennt und beginnend im Dezember 2015, die Gefahren durch Wetterextreme auf unser Dasein.

Namen wie Braunsbach oder Simbach am Inn werden in diesem Zusammenhang lange in Erinnerung bleiben. Die Zusammenstellung liest sich wie ein Szenario des Schreckens der Naturgewalten, die uns umgeben. Sie zeigt gleichzeitig die Notwendigkeit von Vorsorgemaßnahmen und von möglichst kurzen Reaktionszeiten der Katastrophenschutzeinrichtungen vor Ort nach Herausgabe amtlicher Unwetterwarnungen durch den Deutschen Wetterdienst.

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Gastbeitrag: Schneebilder vom Brocken von Marcel Herber

Nach einem ersten winterlichen Abschnitt, hat sich UWN-Scout Marcel Herber auf den Weg in den Harz gemacht. Auf dem Gipfel des Brocken angekommen, tauchte das warme Morgenlicht die Winterlandschaft in warme Farben.

(Der Brocken ist mit 1.141,2 m ü. NHN der höchste Berg im Norden Deutschlands und des Mittelgebirges Harz. Er erhebt sich in der Gemarkung des Wernigeröder Ortsteils Schierke im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Wikipedia)

 

mehr von Marcel Herber findet Ihr bei Facebook unter https://www.facebook.com/Saarlandwetter/?fref=ts